Author Archives: Otto

Sardinien – Sardegna

Sardinien im Monat März ist durchaus empfehlenswert. Wenig Touristen, meistens schönes Wetter und nicht zu warm. Zwar haben viele Hotels zwischen der Karnevalsaison und der kommenden Saison im April nochmal geschlossen, aber wenn man einen guten Veranstalter und eine super Reiseleitung vor Ort hat, ist dies kein Probem. In meinem Fall war der Reiseveranstalter die Münchener Fotoschule, die diese Reise in Zusammenarbeit mit Keya (Lisa Dell und ihr Mann Gavino Meloni) durchgeführt hat. Lisa Dell lebt seit fast 40 Jahren in Sizilien und bietet hochklassige geführte Wandertouren an. So war sicher gestellt, dass wir die interessantesten Plätze zwischen unseren Quartiern in Cala Gonone an der Ostküste und Santa Caterina di Pittinuri an der Westküste kennenlernten.

Das ist zwar nur ein kleiner Ausschnitt Siziliens, aber mit vielen reizvollen Orten, von der felsigen Steilküste mit einsamen Buchten, über lange Sandstrände, Gebirgszüge, bis zu Salzseen mit Flamingos.

Ein Ort, den man auf keinen Fall verpassen sollte, ist Orgosolo, ein altes „Banditendorf“ (man ist dort aber absolut sicher!). Bekannt wurde Orgosolo durch seine zahllosen Wandgemälde, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, und auf denen die Bewohner ihre Wünsche, Sehnsüchte, politischen Frust, aber auch einfach das Alltagsleben darstellen.

So entstanden während des einwöchigen Aufenthalts viele schöne Bilder, die in meiner Galerie zu sehen sind.

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Auf „Bärenjagd“ in Slowenien

Natürlich habe ich nicht wirklich gejagt und einen Bären erlegt. Und es gibt in Slowenien auch keine „Problembären“ wie vor etlichen Jahren bei uns in Bayern, was irgendwann zu einer politischen Posse mutierte. Trotz einer stabilen Population von ca. 700 Bären gibt es in Slowenien bis dato keine Probleme mit ihnen, zumal sie recht scheu sind und den Kontakt zu Menschen eher meiden.

So mussten wir uns untertags in Beobachtungshütten einquartieren, die alle von dem Slowenen Miha Mlakar gebaut und betrieben werden. Er ist ein echter Spezialist auf diesem Gebiet und auf seiner Webseite slowenianbears.com gibt es zahlreiche Bilder und Videos. Da an allen Beobachtungsplätzen ferngesteuerte Wildkameras installiert sind, ist gut abzuschätzen wo aktuell sich Bären aufhalten. Und die Wahrscheinlichkeit gute Bilder zu machen ist relativ hoch.

Neben den Bären gibt es in der Region wo ich war, im südlichen Teil der Gemeinde Cerknica bei Markovec, noch viel mehr zu sehen, schöne ursprüngliche, nicht zu intensiv bewirtschaftete Landschaften, Karsthöhlen u.v.m. Leider fehlte dazu die Zeit, aber vielleicht komme ich wieder mal in die Gegend.  Bilder von den Bären, und anderen Tieren, die ich „erlegt“ habe gibt es in dieser Bildergalerie.

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Kapverden – Inseln im Wind

Richtig heißen die Kapverden eigentlich Cabo Verde. Ein afrikanischer Inselstaat 570 km vor der Westküste Afrikas, der Mitte der siebziger Jahre seine Unabhängigkeit von Portugal erlangte. Auch heute noch ein sehr armes Land, das touristisch wenig erschlossen ist. Eine Ausnahme bildet die Insel Boa Vista, dort hat sich aber nur Massentourismus mit vier großen Hotelanlagen etabliert. Viel interessanter sind die anderen Inseln, die Hauptinsel Santiago und die Vulkaninsel Fogo. Landschaftlich sehr abwechslungsreich und ideal zum Wandern. Während meiner Reisezeit, Anfang Februar, waren die Temperaturen mit ca. 25°C sehr angenehm. An der Küste weht immer ein mäßiger bis starker Wind.

Organisiert wurde die Reise von dem Österreicher Herbert Bödendorfer, der sich mit seiner Frau Eva sehr stark in der Bildungs- und Jugendarbeit auf Cabo Verde engagiert. http://geo-vision.blogspot.de/

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Schottland Ardnamurchan

Landschaftsfotografie auf der schottischen Halbinsel Ardnamurchan

Etwa 160km nordwestlich von  Edinburgh an der Westküste liegt die Halbinsel Ardnamurchan. Eine sehr karge Insel mit mäßiger Infrastruktur, denn der Tourismus ist dort noch nicht so ganz angekommen. Dies ist aber auch ein Vorteil, da die Gegend nicht von Touristen überlaufen ist. Auf dieser Halbinsel befindet sich der westlichste Punkt der britischen Hauptinsel. Und die Isle of Mull mit dem Hauptort ist nur 25 Minuten mit der Fähre entfernt. Diese wiederum ist sehr gut erschlossen mit zahlreichen Fährverbindungen nach Tobermory, dem Hauptort, wo es auch eine bekannte Whiskybrennerei gibt. Auf Ardnamurchan selbst gibt es wenige Hotels, aber viele Ferienhäuser, die sich gut für einen Aufenthalt eignen. Bekanntester Ort ist Strontian, nach dem das Metall Strontium benannt ist, das hier abgebaut wurde. 2014 wurde die einzige Whhiskybrennerei eröffnet. Der erste Whisky wird nicht vor 2019 zu bekommen sein.

Ardnamurchan

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Cornwall

Cornwall, das Rosamunde Pilcher LandCornwall

Jeder kennt die bunten Bilder aus den Verfilmungen der Rosamunde Pilcher Romane. Cornwall hat aber auch seine anderen fotografischen Reize: ein wilde Küste, interessante Gärten und Parks. Daher kam ich zu einer eher unüblichen Jahreszeit nach Cornwall, Anfang Februar.

Während es in Deutschland zu dieser Zeit eher kalt ist und vielerorts Schnee liegt, sorgt im äußersten Südwesten Englands der Golfstrom bereits zu dieser Jahreszeit für ein relativ mildes Klima. So war es nicht verwunderlich, dass überall Felder mit blühenden Osterglocken zu sehen waren. Und in den zahlreichen Parks standen viele Pflanzen bereits in voller Blüte. Trotz des Golfstroms ist das Wetter zu dieser Jahreszeit sehr wechselhaft und sonnige Momente wechseln sich mit Regenschaueren ab und an der Küste bläst ein zum Teil stürmischer Wind. Aber gerade diese Kontraste bieten viele Motive für die Landschaftsfotografie.

 

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Svalbard 2015

SvalbardrouteSvalbard, das ist die norwegische Bezeichnung für die Inselgruppe Spitzbergen. Dorthin führte mich eine Fotoexpedition Anfang Juli.

Wow, das war ein Erlebnis. 12 Tage und 970 Seemeilen auf der Segelyacht Arctica II mit 6 Gleichgesinnten durch das Polarmeer bis über den 81. Breitengrad, d.h. nur noch ca. 1000 km bis zum Nordpol.

Anstrengend war es, da die Sonne zu dieser Jahreszeit nicht untergeht, und es 24 Stunden taghell ist. D.h. bestes Licht um Mitternacht, man schläft wenig, „Abendessen“ manchmal um 3 Uhr morgens, Frühstück und Mittagessen, wann es gerade passt.

Einmalige Landschaft, Vegetation die man auf diesen Breitengraden nicht vermutet, und Tiere, die man nur vom Zoo kennt.

Und man kann wirklich abschalten: mangels Infrastuktur außerhalb des Hauptortes Longyearbyen und auf See, kein Handy, kein Internet, keine Emails. Ist das schön!

Schreit nach mehr, besonders auch zu den Jahreszeiten, wo man endlos lange Sonnenuntergänge erleben kann.

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Pyrenäen 2014

Meine dritte Reise in die Pyrenäen. Sie entsprach der Reise, die ich bereits 2011 unternommen hatte, mit dem Unterschied, dass wir zuerst zu Jordi Canut nach Buseu gefahren sind und dann nach Torla. Ein weiterer gravierender Unterschied war das Wetter: 2011 ware es die ersten Tage sehr schlecht, diesmal hatten wir überwiegend Sonne und es war teilweise sehr warm. Geregnet hat es nur einmal und das Nachts. Dafür waren die Berge am nächsten Tag ab ca. 1600m schneebedeckt.

Composite

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Antonov AN-2

classicwingsWas ist dass denn? Nun, die Antonov AN-2 ist der größte fliegende Doppeldecker und eine ähnliche Legende wie die JU-52 und wird daher enstprechend von ihren Fans liebevoll „Tante Anna“ genannt. Sie stand immer etwas im Schatten der berühmten „Tante Ju“, was vielleicht daran liegt, dass sie auch heute noch häufig anzutreffen ist (In China wird sie noch in Lizenz gebaut) und halt aus dem „Osten“ kommt.

Trotzdem ist sie mindestens genauso sehens- und bewunderswert, gilt sie doch als eines der zuverlässigsten Flugzeuge überhaupt. Und für Flugzeugenthusiasten bietet sie den Vorteil, dass man nicht nur als Passagier in der Kabine mitfligen kann, sondern sogar fest den Sitz des Koplioten buchen kann. Diese Chance habe ich wahrgenommen und mit Classic Wings Bavaria Anfang September einen Rundflug von Bad Wörishofen Richtung Alpen und Schloss Neuschwanstein gemacht.

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Schottland 2014

Schottland

Eine lange geplante Reise mit meinem bewährten Veranstalter „Reisen in die Natur“ in den Norden Schottlands. Schwerpunkte der Tour waren die Landschaftsfotografie und vorallem Seevögel. Und diese Reise war ein voller Erfolg: Das Wetter war in den vierzehn Tagen ungewöhnlich gut, viel Sonne, warm und fast kein Regen. Fast alle Vögel die wir sehen wollten, haben wr auch vor die Linse bekommen: Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Trottellumen und sogar Fischadler, Delphine und jede Menge Robben. Einziger Wermutstropfen: Wir konnten nicht nach Bassrock. Es war zwar sonnig, aber der Wind war so stark, dass wir nicht anlanden konnten. Aber man kann ja nicht alles haben.

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Norwegen 2013

Mein letzter Fototrip führte mich Anfang Dezember in die Nähe von Trondheim. Die kleine Truppe mit der ich unterwegs war, wollte dort von 2 Verstecken aus Steinadler beobachten. Während es in Deutschland noch an Schneee mangelte, herrschte hier bereits tiefster Winter. Genug Schnee um von unser Unterkunft jeden Morgen mit dem Schneemobil zu unseren Verstecken fahren zu können.

Aber leider ließen uns die Adler im Stich und nur an 2 von den 3 Ansitztagen konnten wir jeweils einen von dem Paar entfernt auf Bäumen sitzen sehen. Unserem Guide, Svein Wik, war dies sichtlich peinlich, zumal er uns kurz vor unserer Reise noch atemberaubende Bilder geschickt hatte, die er am Wochenende vor unserer Ankunft gemacht hatte. Wahrscheinlich hatten sie an anderer Stelle eine ergiebige Futterquelle ausgemacht und waren nicht auf unsere Köder angwiesen. So war unser fotografische Ausbeute eher spärlich und beschränkte sich auf Aufnahmen eines Buntspechts und ein paar sibirischer Häher.

Aber auch diese Misserfolge gehören zum fotografischen Alltag. Nicht jeder Ansitz auf Wildtiere ist von Erfolg gekennzeichnet.

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