{"id":3376,"date":"2024-01-18T21:48:52","date_gmt":"2024-01-18T20:48:52","guid":{"rendered":"https:\/\/ottoschaefer.de\/birds_and_nature\/?page_id=3376"},"modified":"2025-05-05T16:26:50","modified_gmt":"2025-05-05T15:26:50","slug":"tools-fuer-die-dunkelkammer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ottoschaefer.de\/birds_and_nature\/tools-fuer-die-dunkelkammer\/","title":{"rendered":"Tools f\u00fcr die Dunkelkammer"},"content":{"rendered":"\n<h2>Werkzeuge f\u00fcr die digitalen Dunkelkammer<\/h2>\n<p>Braucht es \u00fcberhaupt eine &#8222;digitale&#8220; Dunkelkammer? Man kann doch die Bilder so lassen wie sie aus der Kamera kommen, wie zu analogen Zeiten, das spart Zeit und die Bilder sind authentisch.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich richtig, aber es gibt einige gute Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Dunkelkammer. Fr\u00fcher hat man den Film zum Fotoladen gebracht, der hat den Film dann an ein Labor geschickt oder man hat ihn selber versendet. Das war bei Farb- und Diafilmen die Standardprozedur und die hat neben Geld auch teilweise viel Zeit gekostet.<\/p>\n<p>Bei Schwarz-Wei\u00df-Filmen war das schon anders. Vor allem Zeitungsverlage hatten ihre eigenen Labore, denn die Bilder mussten, gerade bei Tageszeitungen, ganz schnell in den Produktionsproze\u00df. Es gab aber noch einen weiteren Grund f\u00fcr die eigene Dunkelkammer, besonders bei Schwarz-Wei\u00df-Filmen: durch bestimmte Techniken und unter Verwendung besonderer Fotopapiere beim Belichten konnten k\u00fcnstlerische Effekte erzielt werden. Und &#8222;verungl\u00fcckte&#8220; Filme\/Bilder konnte man bis zu einem gewissen Grad noch retten.<\/p>\n<p>Wenn man heute mit einer Digitalkamera im <span style=\"color: #3366ff;\"><strong><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rohdatenformat\">RAW-Format<\/a><\/strong><\/span> forografiert, hat man den gesamten Entwicklungsproze\u00df in der Hand bzw. muss man ihn in die Hand nehmen, da Bilder im RAW-Format ungeeignet f\u00fcr Webseiten und andere Medien sind und nicht jeder Bildbetrachter damit zurechtkommt. Man kann sie ohne weiter Bearbeitung entwickeln und in einem universellen Format, z.B. JPG oder PNG, speichern. Oder man f\u00fchrt zus\u00e4tzlich einen oder mehrere von m\u00f6glichen Verarbeitungsschritten durch: Gr\u00f6\u00dfe \u00e4ndern, Belichtung korrigieren, Farbe korrigieren (Wei\u00dfabgleich), Sch\u00e4rfen, Vignettierung korrigieren und vieles mehr.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle das gibt es Werkzeug\/Software, mit der sich diese Bearbeitungen umsetzen lassen. Die meisten Kamerahersteller liefern oft eigene Software mit ihrer Kamera, was die billigste Variante ist. Da der Fokus dieser Hersteller aber nicht auf Software liegt, ist diese oftmals sehr rudiment\u00e4r und manche Dinge sind nicht machbar. So landet man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter bei Software, die auf solche Dinge spezialisiert ist. Das kann Freeware sein oder auch kostenpflichtige Software. Was geeigneter ist, h\u00e4ngt von sehr vielen Faktoren ab, die in einschl\u00e4gigen Foren immer wieder heiss diskutiert werden.<\/p>\n<p>Auch ich habe mit Freeware begonnen. Das Programm hie\u00df damals &#8222;RawShooter&#8220;. Es war qualitativ sehr hochwertig, wurde immer weiterentwickelt und wurde dann kostenpflichtig. Sp\u00e4ter wurde es von Adobe gekauft und es wurde daraus Adobe Lightroom Version 1. Mittlerweile ist Lightroom bei Version 14 angelangt und ich verwende es immer noch. Zwischendurch habe ich auch andere Programme getestet, aber Lightroom erf\u00fcllt meine Anforderungen, obwohl ich bestimmte Sachen gar nicht nutze und bestimmte Dinge sind nur mit Lightroom m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend zu Lightroom verwende ich noch kleinere Tools f\u00fcr die Bildbetrachtung, wie den FastRawViewer zum schnellem Aussortieren gr\u00f6\u00dferer Mengen von RAW-Dateien und als simplen Bildbetrachter die Freeware XnView. Adobe Photoshop als umfassende Bildbearbeitung nutze ich selten und nur f\u00fcr bestimmte Funktionen. Ansonsten ist alles in Lighroom machbar.<\/p>\n<p>In manchen Situation ben\u00f6tigt man eine hohe &#8222;Filmempfindlichkeit&#8220;, z.B. Nachtaufnahmen vom Sternenhimmel oder Tieraufnahmen in der D\u00e4mmerung. bei den analogen Filmen war i.d.R bei 800 ISO Schluss. Digitalkameras gehen locker bis mehrere 1000 ISO. Was technisch machbar ist, muss nicht unbedingt Sinn machen, und daher geht man selten \u00fcber 12.000 ISO.<\/p>\n<p>Erkauft wird diese hohe Empfindlichkeit mit teilweise starkem <strong><span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bildrauschen\">Bildrauschen<\/a><\/span><\/strong>, der Effekt ist \u00e4hnlich den grobk\u00f6rnigen hochempfindlichen Analogfilmen. W\u00e4hrend bei den Analogfilmen dagegen kein Kraut gewachsen ist, hilft in der digitalen Dunkelkammer entsprechende Software. Lightroom ist schon ganz gut, aber fast noch besser ist PureRAW von DxO. Aber auch das hat irgendwo seine Grenzen und unterst\u00fctzt keine RAW Dateien aus aktuellen Smartphones, daher nutze ich es praktisch nicht mehr.<\/p>\n<p>Mit diesen Werkzeugen lassen sich die RAW-Dateien entwickeln und optimieren, ohne den nat\u00fcrlichen Bildeindruck zu verf\u00e4lschen und sie werden in ein universelle Format, z.B. JPG oder DNG, f\u00fcr die weitere Verwendung exportiert. Die urspr\u00fcnglichen RAW-Dateien bleiben dabei unver\u00e4ndert, die Bearbeitung erfolgt &#8222;non destructive&#8220;. Man hat also immer noch das urspr\u00fcngliche Original, wie in der Analogfotografie der Film.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werkzeuge f\u00fcr die digitalen Dunkelkammer Braucht es \u00fcberhaupt eine &#8222;digitale&#8220; Dunkelkammer? Man kann doch die Bilder so lassen wie sie aus der Kamera kommen, wie zu analogen Zeiten, das spart Zeit und die Bilder sind authentisch. 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